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Ein Haus à la carte

Alle Wünsche erfüllt: „Wir wollten ein Haus für uns. Es muss unseren Bedürfnissen entsprechen und hier sollen sich auch unsere Gäste wie daheim fühlen“, erklärt Bauherr Roland Meyer.

Bei einigen Architekten fand die kleine Familie kein Gehör für ihre speziellen Vorstellungen. „Mit Swisshaus lernten wir endlich einen Partner kennen, der umsetzen konnte, was uns wichtig war“, sagt Meyer. Priorität hatte ein grosser Ess- und Wohnbereich, der optisch zwar offen und lichtdurchflutet, aber auch abtrennbar sein sollte. Durch die Konzeption entstand so ein etwa 90 m² grosser, heller, nach Süden ausgerichteter Wohlfühlbereich, der in zwei Wohnungen teilbar wäre, sollte jemals Bedarf dafür aufkommen. Behaglichkeit strahlt der widerstandsfähige Eichenboden aus, der im gesamten Haus verlegt ist. Türen und Möbelstücke kommen in dunkler Nuss so optimal und kontrastreich zur Geltung.

Pflegeleichte Fliesen

Für den Eingangsbereich entschieden sich Roland Meyer und Christine Bischof für eine pflegeleichte, durchgefärbte Fliese. Rechts vom Eingang befindet sich ein Gäste-WC mit Dusche. Sämtlicher Inhalt der geräumigen Garderobe verschwindet hinter einer Türe. So stören keine Jacken und Schuhe die Optik. In der Küche hat Roland Meyer von Berufs wegen das Sagen. Als Show- und Eventkoch war ihm hier ein funktionelles Arbeiten ein Anliegen. „Kurze Wege und leichte Reinigung sind in einer Küche wichtig“, sagt er. Auch auf kurzlebige Trendfarben wurde verzichtet, Farbtupfer gibt es in der Küche trotzdem mittels rotem Glas und selbstgemalten Kunstwerken der Hausherrin und deren Mutter. Im Obergeschoss sind die restlichen Räume untergebracht. Vom Elternschlafzimmer aus kann das Paar die 37 m² grosse Terrasse nach Süden geniessen, die auch zum Jakuzzi ausgebaut werden könnte. Kinder- und Gästezimmer liegen ebenfalls Richtung Sonnenseite. Ungewöhnlich, aber ausdrückliches Anliegen der Bauherren war, die Waschküche bzw. den Wirtschaftsraum im Obergeschoss zu konzipieren. „Wir wollten den Raum da haben, wo die Schmutzwäsche anfällt“, begründet Christine Bischof ihren Wunsch. „So entfallen Wege vom und zum Keller und die Wäsche kann ein paar Schritte weiter auf der Terrasse aufgehängt werden.“

Unikat im Bad

Im Bad haben sich Roland Meyer und Christine Bischof etwas einfallen lassen, das einzigartig in Vorarlberg sein dürfte: eine Toilette, die quasi unsichtbar ist. In einem Holzquader, der auf den ersten Blick die Aufgabe einer Sitzgelegenheit erfüllt, versteckt sich ein komplettes WC mit Spülung, Ablauf und Zeitungsfach. Für diese massangefertigte Attraktion haben sich Tischler und Installateur gemeinsam ins Zeug gelegt. Im Badezimmer zieht sich die Linie des Designs weiter. Dunkles Nussholz harmoniert mit Weiss und dunkelroten Akzenten. Ein schwarzer Steinmosaikboden sorgt in der begehbaren Dusche für optischen Aufputz. Über der Badewanne bringt ein langgezogenes Fenster Stimmung in den Raum. Sichtschutz bietet eine Spiegelfolie. Das Haus ist total unterkellert und bietet massenhaft Platz für die Haustechnik, Abstellräume, einen Weinkeller und zwei Büros. Hier muss man zum Arbeiten zwar in den Keller gehen, aber eine Fussbodenheizung und Tageslicht sorgen für ein angenehmes Klima, in dem es sich entspannt und konzentriert arbeiten lässt.

Quelle: Vorarlberger Nachrichten, Leben & Wohnen, 25./26. April 2009
Autorin: Christine Mennel

«Mit Swisshaus lernten wir einen Partner kennen, der umsetzen konnte, was uns wichtig war.»

Roland Meyer, Bauherr